Marx, Arbeit, Entfremdung

Gedanken zu Das Menschenbild bei Marx.

Es fällt mir schwer, Marx’ Begriff der Arbeit und seine Anliegen bezüglich der Aneignung der Produktionsverhältnisse 1:1 mit einem Animismus in Verbindung zu setzen. Jedoch gelingt mir eine Verknüpfung wenn ich einen Zwischenschritt über die Beziehungsfähigkeit mache.

Nach Marx ist Arbeit die tätige Bezogenheit des Menschen zur Natur. Arbeit ist also jene Energie und Lebenszeit, welche investiert werden kann, um sich in ein ganzes, bezogenes in Verbindung zu setzen; Sich einzubetten in die Welt. Die entfremdete Arbeit verbraucht dieselbe Energie und Lebenszeit, aber schafft nicht die Bezogenheit zur Welt sondern den entfremdeten Menschen. Animismus ist eine Praxis welche Verbundenheit schaffen kann indem es den Menschen sich als eingebettet fühlen lässt.

Schwierig finde ich die Begrifflichkeiten der Aneignung und die des vollkommenen Menschen, welche so in der von mir angestrebten Ausrichtung nicht bestehen bleiben können, es jedoch auch nicht müssen.

Marx durch Fromm gelesen und interpretiert fängt die Entfremdung zu den Dingen, welche ich in der Beziehung zu technologischen Artefakten lokalisiere, schon in der industriellen Produktion an. Anders als Marx strebe ich aber nicht einen politischen Systemwechsel an, sondern einen epistemischen, in welchem ich verlange, dass jedes einzelne Ding, von der Schraube bis zum Laptop wieder mit solch einer Bedeutung aufgeladen wird, dass wir gar nicht anders können als mit Respekt und Liebe mit den Dingen umzugehen.

Notes

Verknüpfung zwischen Arbeit und Friction, s. 37, Begriff der Arbeit bei Goethe Subjekt - Objekt Beziehung, s. 40 Arbeit als eine Praxis/Auseinandersetzung mit dem physischen S. 57 masse der Gegenstände how does speaking with things affect the perception of these objects in secular people during lockdown

Alienation Ent-Entfremdung Alienation in Design