Food Fest Buskers 2018

Das Food Fest war eine Versuchsanordnung, in welcher ein unbedarftes Publikum in eine Auseinandersetzung mit der Überproduktion von Nahrungsmittel geführt wurde. Unser Rohmaterial war unvermarktbares und überproduziertes Gemüse.

Die Schwierigkeit lag darin, dass die Veranstaltung welche im Rahmen des Buskers Bern stattfindet, ein Publikum anzieht, welches in der Regel auf Bespassung aus ist.


Unser Verhalten als Konsument_innen hat dazu geführt, dass vielerlei Essbares im Supermarkt standardisiert wurde. Dabei wissen wir doch: Richtiges Gemüse hat Kanten und wächst nicht in Plastikschalen. Den hiesigen Bäuer_innen bleibt nichts anderes übrig, als die krumme Karotte auf den Kompost zu werfen.

Food Fest möchte in Zusammenarbeit mit den lokalen Bäuer_innen das krumme Gemüse feiern. Unser Ziel: Hunderte Kilos an Gemüse und Früchte an die Buskers-Besucher_innen bringen. Nicht einfach nackt und roh, sondern wir wollen gleich auch zeigen, was sich Sinnvolles damit machen lässt. Neben dem persönlichen Austausch mit uns vom Food Fest kann auch, von einer Stimme in Kopfhörern geleitet, an gastroperformativen Ritualen teilgenommen werden. Diese leiten durch animistische Rezepte oder führen zu zweit zum Kochtanz.

Für die hackenden, knetenden und anderweitig hart arbeitenden Besucher_innen stehen vor Ort produzierte Snacks und Getränke zur Verfügung. Der Erlös aus dem Hutgeld geht zurück an die Bäuer_innen.


Audiorituale: Linda Bühlmann, Sandra Papatheodorou, Seb

Gemüselogistik: Lino Vivaconterra,

Konzept und Projektmanagement: Adrian Demleitner

(c) Fotos 2018 Daniel Drognitz